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Fachtagung Werkzeugtechnik

Technologien, Neuheiten und Möglichkeiten



Die 2. Lüdenscheider Temperiertage wurden mit großem Erfolg abgeschlossen.

Die nächste Fachtagung im Bereich der Werkzeugtechnik
findet im Frühjahr 2017 statt.




Rückblick

2. Lüdenscheider Temperiertage am 16. + 17. März 2016

Die Temperierung eines Spritzgießwerkzeuges ist entscheidend für die Qualität des Produktes, welches durch dieses erzeugt wird. Eine Verzugsbildung, die Oberflächenqualität aber auch die mechanischen Eigenschaften sind nur einige Aspekte, die maßgeblich durch die Temperierung beeinflusst werden. Ferner beeinflusst die Temperierung natürlich die Wirtschaftlichkeit einer Produktion. Die Schlüsselgröße „Zykluszeit“ ist hier entscheidend, wirkt sie sich doch auf die Maschinenauslastung und anteiligen Maschinenkosten aus.

Die 2. Lüdenscheider Temperiertage möchten daher den Teilnehmern einen Einblick in neuste Technologien der Temperiertechnik sowie damit umsetzbare Anwendungsmöglichkeiten geben. Neben der konstruktiven Ausgestaltung der Temperierung sowie neuen Verfahren der dynamischen Temperierung werden auch Optimierungspotentiale in Bezug auf Werkzeugwerkstoffe und die Instandhaltung des teuren Investitionsgutes „Werkzeug“ thematisiert. Betrachtungen zur Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit bei der Nutzung moderner Anlagen und Technologien runden die Veranstaltung ab.

Tagungsprogramm

Mittwoch, 16. März 2016
10:30
Registrierung
11:00
Begrüßung und Einführung
Prof. Dr.-Ing. Andreas Ujma
Kunststoff–Institut Lüdenscheid
 
Wirtschaftlichkeit von Temperiertechniken frühzeitig prüfen
Manuel Schmellenkamp
SIGMA Engineering GmbH
Die Wirtschaftlichkeit von Spritzgussprozessen hängt vor allem von den erreichbaren Zykluszeiten ab, daneben haben die Werkzeugkosten einen hohen Einfluss. Ziel ist also die geforderte Qualität bei möglichst geringen Kosten zu erreichen. Im Vortrag werden mögliche Strategien aufgezeigt um fundierte Entscheidungen bei der Wahl der Temperiersysteme und Legierungen zu treffen.
 
Das Z-System - partielle, dynamische Werkzeugtemperierung
Timo Boehm
Kunststoff–Institut Lüdenscheid
Das Z-System stellt eine neue Möglichkeit der partiellen dynamischen Temperierung in der Kunststoffverarbeitung dar und kann beispielsweise zur Vermeidung von Bindenähten, matten Höfen oder anderen partiellen Oberflächenfehlern eingesetzt werden. Dabei zeichnet es sich durch eine hohe Dynamik sowie geringe Energie- und Peripheriekosten aus. Der Vortrag stellt diese neue Technologie am Markt sowie deren Einsatzmöglichkeiten zur Verbesserung der Formteilqualität dar.
12:30
Mittagspause
13:30
Cycletemp® - Zyklische Werkzeugtemperierung
Karsten Weller
Wenz Kunststoff GmbH & Co. KG
 
Mit Course4 zu höchster Präzision im Formen- und Werkzeugbau
Olaf Schmidt
Werkzeugbau-Institut Südwestfalen GmbH
14:50
Kaffeepause
 
Wasserlose dynamische Temperierung
Andreas Kürten
Kunststoff–Institut Lüdenscheid
Die variotherme Temperierung von Spritzgießwerkzeugen mit Wasser ist Stand der Technik. Jedoch sind hiermit auch einige Problemstellungen verbunden. Undichtigkeiten, Ablagerungen und Korrosion treten verstärkt auf wenn besonders hohe Temperaturen gefordert sind. CO2 wird schon lange zur punktuellen Kühlung von Kernen und Werkzeugbereichen eingesetzt, in denen die Wassertemperierung nicht ausreicht. Neuerdings kann man mit CO2 auch heizen. In Kombination entsteht eine wasserlose, dynamische Werkzeugtemperierung. Der Vortrag soll die Möglichkeiten aber auch Grenzen dieser neuen variothermen Temperiertechnik aufzeigen.
 
Lassen sich Verunreinigungen von Temperierkanälen vermeiden?
Philipp Geisser
HB-Therm AG
Zu einem Temperiersystem gehört nicht nur das Temperiergerät, sondern auch der Temperierkreislauf des Werkzeugs und dessen Anbindung. Nur saubere Kreisläufe und funktionierende Einrichtungen garantieren einen zuverlässigen Wärmeübergang und damit eine konstante Werkzeugtemperatur. Der Vortrag soll aufzeigen, wie die idealen Bedingungen dazu erreicht werden und was zu tun ist, damit es nicht erst zu Verunreinigungen kommt.
16:30
Fachausstellung
17:15
Abendveranstaltung
Donnerstag, 17. März 2016
9:00
Ritemp Verfahren – Gleichmäßige, hocheffiziente und umwelt-freundliche Werkzeugtemperierung
Jörg Ehmann
Comtec IPE
Basierend auf der Physik von Verdampfungswärme, verbessert das Ritemp® Verfahren die thermische Kühlleistung und ermöglicht damit eine gleichmäßige und hocheffiziente Werkzeugtemperierung. Die Funktionsweise, Konstruktionsprinzipien, Fallstudien und Vorteile werden veranschaulicht vorgetragen.
 
Tribotherm® - eine High-Tech-Werkstofftechnologie für die Verpackungsbranche
Friedrich Glas, Ingenieurbüro Glas
Peter Schauerte, Kiba Kiersebauer GmbH
Hybride Werkzeugkomponenten in modularer Bauweise mit absolut konturnah angeordneten und großzügig dimensionierten Kühl-/Temperiersystemen. Zielsetzung:
- Erweitertes Prozessfenster,
- optimale Kristallisation,
- kürzeste Zykluszeit,
- beste Spritzteilqualität
10:35
Kaffeepause
10:55
Neuigkeiten im Werkzeugbau bei der Vernetzung von LSR
Kurt Manigatter
Elmet Elastomer Produktions- und Dienstleistungs GmbH
LED's sind die Zukunft der Lichttechnik. Mit herkömmlichen Materialien stößt man an die Grenzen der thermischen Belastung. Mit der Fertigung der Primär- und Sekundäroptik in einem Arbeitsschritt ist ein großer Schritt in Richtung effiziente Fertigung gelungen. Wie das funktioniert und was aus Werkzeugbausicht beachtet werden muss wird in diesem Vortrag zu hören sein.
 
Energieeffiziente Kühlanlagen
Jörg Bierther
BIERTHER GmbH
In der Kühlwasser-Erzeugung liegt ein nicht unerhebliches Sparpotenzial an elektrischer Energie. Die Investitionskosten amortisieren sich oft schon nach einem Jahr.
 
Vom Produkt ins Werkzeug – Anforderungen an die Temperierung
Ingo Brexeler
Krallmann Holding und Verwaltungs GmbH
13:00
Podiumsdiskussion: Temperierung – Was erwartet uns morgen?
Prof. Dr.-Ing. Andreas Ujma
Beteiligte Referenten
13:30
Imbiss / Ende der Veranstaltung