Die technische Zielsetzung des Zentrums lässt sich zusammenfassend durch drei Bausteine beschreiben.
Im Rahmen des Technologietransfers sollen den Unternehmen innovative Oberflächenbehandlungsverfahren aufgezeigt und die Möglichkeit der Bemusterung gegeben werden. Mit praktischen Versuchen an entsprechenden technischen Einrichtungen können die Unternehmen Einsatzmöglichkeiten überprüfen. Sie können so bei Erstbemusterungen und bei der Herstellung von Kleinserien neue Oberflächentechnologien anwenden, ohne selbst im ersten Schritt große Investitionen tätigen zu müssen oder laufende Produktionen zu stören.
Für Lohnbeschichter können die technische Machbarkeit, Erstbemusterungen und Variationen der Verfahrensparameter seriennah erprobt werden. Die Unternehmen werden dabei technologisch unterstützt und können kurzfristig am Markt agieren, um den Forderungen nach kurzen Entwicklungszeiten gerecht zu werden. Der aktuelle technologische Stand kann in der Praxis von ihnen abgerufen werden. Nach der erfolgreichen praktischen Umsetzung wird den Unternehmen verfahrenstechnische Unterstützung und die Ausbildung von Mitarbeitern angeboten.
Als zukünftiges technologisches Gebiet ist die Kombination von Oberflächenverfahren zu nennen, welche noch ein großes Entwicklungspotenzial für die Zukunft verspricht und bisher kaum genutzt wird. Viele Versuche sind selbst bei den OEM´s in der Vergangenheit aufgrund der nicht vorhandenen Infrastruktur, insbesondere mangels verschiedener Technikumsanlagen gescheitert.
Das Kunststoff-Institut selbst wird auf dem Gebiet der Oberflächentechnik grundlegende Entwicklungsarbeit leisten und sich als Entwicklungspartner für die Industrie anbieten.
Als erstes werden folgende Thematiken bearbeitet:
Durch die Nutzbarkeit verschiedenster Techniken / Anlagen und die Möglichkeit der Variation von verschiedenen Verarbeitungsparametern können Verfahrenskombinationen erstmalig Erfolg versprechend realistisch erprobt werden.
Beschichtungsprozesse können mit Hilfe der Anlagen sowie einer Abstimmung von Spritzguss und Beschichtung auf kritische Verfahrensparameter analysiert werden. Hierdurch erfolgt ein entscheidender Schritt zur Optimierung von Schadenanalysen durch die Ergänzung von analytischen Methoden mit praktischen Versuchen.
Darüber hinaus werden seitens des Kunststoff-Instituts verschiedene Möglichkeiten zum Transfer des technologischen Know-hows angeboten. Es erfolgt die verfahrenstechnische Unterstützung bei der Einführung von Systemen in die Serienfertigung und bei der Optimierung zur Ausschussminimierung und Verbesserung der Zyklus- bzw. Taktzeiten. Weiter werden umfangreiche Crash-Kurse zu einzelnen Verfahren zur Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern angeboten.
Zusammenfassend ergeben sich für die Unternehmen neben der generellen Stärkung ihrer wirtschaftlichen Position und ihrer Wettbewerbsfähigkeit im Einzelnen folgende Vorteile: