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Startschuss für den Bau des Polymer Training Centre (PTC)

Offizielle Übergabe des Zuwendungsbescheides Offizielle Übergabe des Zuwendungsbescheides 3-D-Ansicht des geplanten Neubaus 3-D-Ansicht des geplanten Neubaus

Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid investiert über 5 Mio. Euro am Standort in Lüdenscheid in ein neu konzipiertes Internat für die Kunststofftechnik.

Am 16. Januar haben zahlreiche Vertreter aus Industrie und Politik die Übergabe des Zuwendungsbescheids durch NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin erlebt.

Durch die Übergabe des Zuwendungsbescheids wurde nun der offizielle Startschuss für den Bau des Polymer Training Centre (kurz PTC) gegeben und ein in dieser Art und Ausrichtung einmaliges Aus- und Weiterbildungskonzept für die Kunststofftechnik ermöglicht. „Nur durch die großzügige Förderung des Landes und durch die hervorragende Unterstützung seitens des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums während der Antragsphase, ist diese Idee nun Wirklichkeit geworden,“ so Geschäftsführer Stefan Schmidt.

„In Lüdenscheid soll unter diesem Titel ein neues und einzigartiges Schulungsangebot speziell für die Kunststofftechnik aufgebaut werden und das umfassende Qualifizierungsangebot des Kunststoff-Instituts sinnvoll ergänzen. In Zusammenarbeit mit den Bildungsträgern wie Kammern, Berufskollegs und Hochschulen werden wir ganz neue Wege in der Wissensvermittlung beschreiten“, erläutert Projektleiter Torsten Urban

Bereits im direkten Umfeld des Lüdenscheider Instituts sind in den vergangenen Jahren die richtigen Pfeiler zur Fachkräftegewinnung und –erhaltung gesetzt worden und es folgt nun mit dem PTC die logische Fortsetzung oder bildlich gesprochen: das fehlende Glied in der Kette wurde gefunden.

Die Phänomenta als modernes Museum mit einer interaktiven Ausstellung voller Experimente für jeden, jung und alt, Familien mit Kindern, Technikfreaks oder Physikmuffel, das Technikzentrum mit wechselnden Produktmodulen für Schüler und die Fachhochschule Südwestfalen für die Studenten befinden sich in direkter Nachbarschaft des PTC. Somit werden durch diese unterschiedlichen Angebote die Menschen vom Kindergartenalter bis hin zum gestandenen und erfahrenen Mittfünfziger abgeholt und mit individuellen Schulungsangeboten für den Arbeitsmarkt fit gemacht oder fit gehalten.

Aber wie soll dies nun konkret umgesetzt werden?

Als Zielgruppenorientierungen sind Erstausbildungen (in Kooperation mit den Schulen, den IHK, den Berufskollegs und Fachhochschulen) und Weiterbildungen (direkt mit der Industrie, mit den IHK und weiteren Ausbildungsstätten) geplant. Die angebotenen Maßnahmenverteilungen werden zu ca. 70% in Erstausbildung und zu 30% in Aus- und Weiterbildung erfolgen. Während die berufliche Aus- und Weiterbildung eher im bestehenden Bereich des Institutes stattfinden wird, werden die neuen Angebote im neu zu schaffenden PTC Gebäude umgesetzt werden.

Die Schwerpunkte der sogenannten Erstausbildung sollen insbesondere in den Bereichen gesetzt werden, die in anderen Ausbildungsstätten oder den Unternehmen selbst nicht angeboten werden können, da es sich dort um reine Fertigungsmaschinen handelt, auf denen keine Ausbildung betrieben werden kann.

Dies sind:

  • Produktionsschulungen mit neuester Maschinen- und Peripherietechnik
  • Schulungen an Automatisierungsanlagen
  • Oberflächen- und Beschichtungsverfahren
  • Material- und Oberflächenprüftechnik
  • CAE-Konstruktion und Simulation
  • Einführung neuer Sondertechnologien der Kunststofftechnik

Für die betriebliche Weiterbildung mit einer facharbeiternahen Ausbildung hingegen sind folgende Schwerpunkte geplant:
  • Hauptschüler ohne Abschluss, da die Noten im schulischen Teil zu schlecht waren, die jedoch praktisch gut veranlagt sind und ein gutes technisches Verständnis haben
  • Unternehmen, die eine größere Anzahl von Mitarbeitern punktuell freisetzen, sollten angesprochen werden, um den Mitarbeitern Perspektiven aufzeigen zu können
  • Prüfung der Einbindung in Sozialpläne möglich, z. B. durch Transfergesellschaften

Und bei den bachelornahen Ausbildungen kommen diese in Betracht:
  • Personen, die keinen Bachelor-Abschluss machen (können), da z. B. die Zugangsberechtigung zum Studium nicht vorhanden ist.
  • Studienabbrecher, denen bei ihrer Exmatrikulation bereits „automatisch“ ein Hinweis auf die ingenieurnahe Weiterbildungsmöglichkeit gegeben wird
  • Unternehmen, die eine größere Anzahl von Mitarbeitern punktuell freisetzen, sollten angesprochen werden, um den Mitarbeitern Perspektiven aufzeigen zu können

Leben, nicht nur Lernen
Neben der reinen Vermittlung von praktischen und theoretischen Lerninhalten soll im Umfeld des PTC auch die Unterbringung und die Verpflegung der Teilnehmer organisiert werden. Somit werden Schüler, Studenten (national und international) und Firmenmitarbeiter gemeinsam im PTC arbeiten und hier nicht nur die Kunststofftechnik, sondern auch die Region lieben lernen.

Das Kunststoff Institut Lüdenscheid wird mir diesem Projekt einen Grundstein zur Linderung des Fachkräftemangels legen und die Region Südwestfalen bzw. Nordrhein Westfalen einmal mehr mit Kunststoff in direkten Zusammenhang bringen.

Zahlen & Daten & Fakten:


3.444.320,00 Euro Baukosten
1.773.145,00 Euro Ausstattungskosten
5.217.465,00 Euro Gesamtkosten
2.829.000,00 Euro Zuwendungsbetrag

  • 5-geschossiger Neubau
  • Zusätzliche 1.857 m² reine Nutzfläche
  • 250 m² zusätzliche Lagerflächen
  • 56 zusätzliche Büroarbeitsplätze
  • 2 Maschinenschulungsräume
  • 2 Schulungsräume und 4 Besprechungsräume
  • großer Konferenzraum





Personen auf dem Gruppenfoto von links nach rechts:
Matthias Poschmann (Vorsitzender der Trägergesellschaft und Vorsitzender des Aufsichtsrats des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid)
Dieter Dzewas (Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid)
Thomas Eulenstein (Geschäftsführer Kunststoff-Institut Lüdenscheid)
Garrelt Duin (Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen)
Stefan Schmidt (Geschäftsführer Kunststoff-Institut Lüdenscheid)
Thomas Gemke (Landrat des Märkischen Kreises)